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Ofac Pharmacy Awards 2022 - Irina Botnaru, Maïlys De Lise, Susane Galliker

1. Preis: Irina Botnaru (links) - 2. Preis: Maïlys De Lise (rechts) - 3. Preis: Susanne Galliker (bei der Preisverleihung nicht anwesend)

Ofac Pharmacy Awards 2022

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16. November 2022 - Ofac Pharmacy Awards 2022: Auszeichnung für die besten Masterarbeiten an Schweizer Universitäten

 

An den Ofac Pharmacy Awards 2022, dieses Jahr in ihrer siebten Ausgabe, wurden drei Pharmaziestudentinnen für die Qualität ihrer Masterarbeiten aus Sicht der Apothekenpraxis ausgezeichnet. Die beiden ersten Preisträgerinnen studieren an der Universität Genf, die Drittplatzierte an der Universität Basel. Die Preisverleihung fand am vergangenen Freitag, dem 11. November, im Rahmen der Diplomfeier der wissenschaftlichen Fakultät der Universität Genf statt.
Den drei ausgezeichneten Studentinnen wurde ein Preisgeld überreicht. Ausserdem erhalten sie die Möglichkeit, ein sechsmonatiges bezahltes Praktikum bei einer Gesellschaft der Ofac-Gruppe zu absolvieren.

Dieses Jahr bewarb sich eine Rekordzahl von 27 Studierenden der vier Schweizer Pharmaziefakultäten (Genf, Basel, Bern und Zürich ETH) mit ihrer Masterarbeit für die OPA.

  • 1. Preis: Irina Botnaru, wohnhaft in Rueyres (VD), Universität Genf

    Titel der Masterarbeit: Klinische Relevanz und Integration in die Patientenversorgung von Medizinprodukten, die auf Verschreibung des Apothekers abgegeben werden (Liste B der Apotheker).

    In der von Dr. Jérôme Berger betreuten Arbeit wird die klinische Relevanz der Arzneimittel, welche die Apotheker verschreiben können (Liste B+), im Vergleich zu denjenigen der Kategorie D (OTC) erörtert. Weiter wird untersucht, wie diese Arzneimittel von den Offizinapotheken in die Behandlung der Patienten einbezogen werden.

    Meinung der Jury
    Jurypräsident Prof. Nicolas Schaad sagte über die Arbeit: «Erlaubt diese neue Liste B, die den Apothekerinnen und Apothekern zur Verfügung steht, in der Offizin besser auf die bestehenden Erkrankungen zu reagieren? Ist die Liste D noch relevant? Gestützt auf eine Studie, die in rund 300 Apotheken in der ganzen Schweiz durchgeführt wurde, zeigt die Arbeit von Irina Botnaru auf, dass die Liste B+ von unseren Kolleginnen und Kollegen noch wenig genutzt wird, und dass die ehemalige Liste D als Grundlage für die pharmazeutische Beratung noch sehr präsent ist. Dank dieser sehr sachdienlichen Analyse wird es letztlich möglich sein, eine neue Liste B+ auszuarbeiten, welche diejenigen Medikamente umfasst, die besser auf die Bedürfnisse unserer Patienten abgestimmt sind.»

  • 2. Preis: Maïlys De Lise, wohnhaft in Neuenburg (NE), Universität Genf

    Titel der Masterarbeit: Zufriedenheit und Präferenzen der Öffentlichkeit mit der Apotheke bei der Bewältigung einer Pandemie: Rückmeldungen zu COVID-19 und Opportunitäten.

    Meinung der Jury
    Jurymitglied Dr. Jean-François Locca sagte dazu: «Diese Studie interessiert sich dafür, wie die Apotheken von der Bevölkerung während der Coronapandemie wahrgenommen wurden. Daraus geht hervor, dass der Kampf gegen die Pandemie sowie die Umsetzung der spezifischen Dienstleistungen (Tests, Impfungen) von über 82 % der befragten Personen positiv eingeschätzt wurden. Für Massnahmen der öffentlichen Gesundheit ist der Beitrag des Apothekers und seiner Teams für die Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung.»

  • 3. Preis: Suzanne Galliker, wohnhaft in Balsthal (SO), Universität Basel

    Titel der Masterarbeit: Förderung der Kommunikation zwischen Solothurner Offizin- und Spitalapothekern zur Verbesserung der nahtlosen Versorgung.

    Meinung der Jury
    «In der Arbeit von Susanne Galliker schätzen wir besonders den berufsübergreifenden Aspekt zwischen Offizin- und Spitalapotheken mit Blick auf eine Verschreibung beim Spitalaustritt», kommentierte Jurymitglied Dr. Isabelle Arnet diese Masterarbeit. «Die Preisträgerin konnte aufzeigen, dass die Spitalapotheke 52 % der von den Offizinapotheken gestellten Fragen beantworten konnte, ohne die Ärzteschaft kontaktieren zu müssen. Vorgeschlagen wird die Einrichtung einer Hotline – ein einfaches Konzept, das dem Bedarf der Offizinapotheken zu entsprechen scheint und ihnen helfen könnte.»

Ofac Pharmacy Awards

Die Ofac Pharmacy Awards wurden 2016 von Ofac, der Berufsgenossenschaft der Schweizer Apotheker, ins Leben gerufen, um einen Anreiz für Studierende im Master der pharmazeutischen Fakultäten des Landes zu schaffen, sich innovativ mit der Zukunft ihres Berufs auseinanderzusetzen. Dieser Preis würdigt Masterarbeiten, die einen originellen und innovativen Beitrag zur Apothekenpraxis leisten. Der Jury gehören Fachleute der Pharmazie an, welche im akademischen Bereich oder in der Offizin tätig sind.

Die Jury der Ofac Pharmacy Awards 2022

  • Prof. Nicolas Schaad (Präsident): Professor an der Universität Genf und Chefapotheker der Pharmacie Interhospitalière de la Côte
  • Dr. Isabelle Arnet: Privatdozentin, Lehr- und Forschungsbeauftragte am Departement für Pharmazeutische Wissenschaften in der Pharmaceutical-Care-Gruppe der Universität Basel
  • Dr. Jean-François Locca: Verantwortlicher Apotheker FPH der Pharmacie de Prilly (VD)
  • Dr. Mario Magada: Generaldirektor der Ofac-Gruppe

pharmacyawards.ofac.ch

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