Ziel und Zweck
Durch die Einführung des KVG sind für die Pflegeleistungserbringer gewisse administrative Probleme entstanden, denn die Förderung des freien Wettbewerbs unter den Krankenkassen erleichtert es gleichzeitig den Versicherten, mit ihrer Grundversicherung von einem Anbieter zum anderen zu wechseln. So kam es im Zuge der allgemeinen Suche nach dem bestmöglichen Preis-Leistungsverhältnis zu zahlreichen Vertragsänderungen. Darüber hinaus erschweren immer mehr Zusatzversicherungen den Überblick über die nach dem Tiers-Payant-Prinzip rückvergütungspflichtigen Leistungen.
Der Apotheker ist also mehr denn je darauf angewiesen, bei der Erbringung seiner Dienstleistung über aktuelle Informationen zu verfügen. Und genau hier setzt das Covercard®-System an.
Immer auf dem neuesten Stand
Mit dem Covercard®-System bietet Ofac den Krankenkassen auf Wunsch eine technisch zuverlässige und kostengünstige Lösung an, dank der sich jeder Pflegeleistungserbringer sofort über den Deckungsgrad eines Versicherten informieren kann. Vertragsänderungen bzw. -kündigungen werden so augenblicklich ersichtlich.
Ein Schweizer Erfolg…
In der Schweiz verfügen bereits mehr als 7 Millionen Personen über eine von ihrer Krankenkasse ausgestellte Versichertenkarte. Aufgrund der Validierung im Ofac-Rechenzentrum macht es diese Karte möglich, im Moment der Leistungserbringung die für die Verrechnung erforderlichen administrativen Daten abzurufen. Bei einigen EDV-Systemen zur Offizinverwaltung laufen Erfassung und automatische Aktualisierung der im Ofac-Rechenzentrum validierten Daten integriert ab. Ein nicht unerheblicher Vorteil bei der täglichen Verwaltung von Patientendossiers. Ausserdem integriert das Covercard® System die neuen europäischen Bestimmungen betreffend der Versicherungsdeckung bei jedem Aufenthalt in einem der EU-Länder (Formular E111). Covercard®-System wird an die gesetzlichen Bestimmungen des Artikels 42a des KVG angepasst, mit Voraussicht auf eine Weiterentwicklung zu einer Gesundheitskarte.
… der über die Grenzen geht
Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat Ofac gewählt, um in ihrem Land eine nationale und eurokompatible Versichertenkarte einzuführen. 2005 erhielten die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner ihre Versichertenkarte.
In der Schweiz haben beide Kammern der Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für eine Versichertenkarte zugestimmt. Dank der Erfahrung mit der Covercard und der neuen Karte in Liechtenstein ist Ofac in der Lage, auch für die Schweiz eine einfache, schnelle und wirtschaftliche Lösung auszuarbeiten. Dieses Konzept liesse sich ohne zusätzliche Investitionen rasch auf alle Krankenversicherungen des Landes und die gesamten Leistungserbringer im Gesundheitswesen ausdehnen.
Eine Brücke zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen
Nachdem die Apotheker als Pioniere mit gutem Beispiel vorangegangen waren, übernehmen nun auch andere Pflegeleistungserbringer dieses System, das sich in der Schweiz als einzig sicherer, pragmatisch gangbarer Weg durchgesetzt hat, wie in Spitälern, Privatkliniken und bei niedergelassenen Ärzten, besonders mittels des gesicherten Netzes HIN der Schweizer Ärzte mit 10 000 Abonnenten.
Die Daten können an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr abgerufen werden.
Vorgesehene Entwicklungen zu einer wirklichen Gesundheitskarte - Lesen Sie weiter...
Covercard®-System geht noch viel weiter, da wir den Versicherern auf Wunsch eine Karte anbieten, die ausserdem den gesicherten Zugriff auf Notfalldaten durch die autorisierten Leistungserbringer ermöglicht. Seine derzeitige Technologie entspricht vollkommen den Bedürfnissen. Es wurde jedoch bereits eine Covercard mit einem Miniprozessor oder Chipkarte, wie die Karte der Berufsleute im Gesundheitswesen HPC, getestet. Sie ist für die neuen Funktionalitäten bereit, die der Gesetzgeber im Revisionsprojekt KVG wünscht und die Gesundheitskarte und der gesicherte Zugriff auf das Gesundheitsdossier betreffen.
Vorteile
- Integration der Erfassung von Patientendaten in EDV-Systemen.
- Administrative Daten zu Verrechnungszwecken immer auf dem neuesten Stand, wodurch eventuelle Streitfälle vermieden werden.
- Von den meisten Schweizer Krankenkassen übernommenes System.
Leistungsbeschreibung
- Administrative Daten: Versicherungsname und Versichertennummer, Name und Vorname des Versicherten, Name und Vorname des gesetzlich Zahlungspflichtigen, genaue Adresse, Geschlecht, Geburtsdatum.
- Versicherungsdeckung: Grundversicherung gemäss KVG, Zusatzversicherungen, Spitalzusatzversicherung, europäische Versicherungsdeckung mit Formular E111.
- Weitere verfügbare Informationen: Name und Daten des behandelnden Arztes, Zugehörigkeit zu einer HMO.
Mögliche Erweiterungen
- Patientenkarte mit Notfalldaten.
- Landesweite Versichertenkarte mit Verwaltung einer eindeutigen Identifikation des Versicherten.
- Gesundheitskarte mit gesichertem Zugriff auf ein Gesundheitsdossier.
Mehr Informationen zum Covercard-System finden Sie unter www.covercard.ch.
|